Gute Laune Strategien – Teil 2

Es ist Wochenende, draussen ist das schönste Wetter. Es ist herrlich warm, der Wind rauscht in den Bäumen und kein einziges Wölkchen trübt den Himmel. Eigentlich Grund genug, die beste Laune auf Erden zu haben und den Tag in vollen Zügen zu geniessen. Meine Stimmung kümmert sich aber heute nicht um all die guten Gründe. Sie ist bockig. Unausstehlich. Und gereizt. Nichts passt, nichts geht, alles doof. Ich bin voll im Anti-Modus und denke ausschliesslich über Dinge nach, die in meinem Leben nicht so laufen wie gewünscht.

Eigentlich mag ich nicht mal schreiben. Was habe ICH denn schon zu sagen. Interessiert sich überhaupt jemand dafür? Wer bin ich denn, dass ich mir anmasse in meinem Blog über Mut und Veränderung zu schreiben? Gehts noch? Schau dich doch mal an, wie du jetzt vor dich hin lümmelst Mädel! Nicht gerade ein Ausbund an Energie und Motivation, nicht? Und du willst andere inspirieren? Ermutigen? Äääähm…bist du sicher?

Meine Güte, jetzt kann ich mir selber nicht mehr zuhören. Schluss, Aus, Ende!

Ich habe jetzt genau zwei Optionen. Nein, eigentlich sind es drei: Ich kann mich vor den Kühlschrank stellen und mir überlegen, was ich alles in mich reinstopfen könnte. Kurzer Genuss, kleines Stimmungshoch, etwas später: schlechtes Gewissen.

Ich kann aber auch so weitermachen wie bisher, meiner miesen Laune Futter geben, mich selbst bemitleiden und alle Zweibeiner in meiner näheren Umgebung mit meiner Nörgelei verjagen. Kein Genuss, kein Stimmungshoch, etwas später: schlechtes Gewissen.

Zum Glück gibts noch eine dritte Option:

kichern-gross

Ich mach mir selber gute Laune!!!

In meinem ersten Beitrag über „Gute Laune-Strategien“, habe ich ja schon einige meiner Lieblings-Methoden vorgestellt. Heute will ich versuchen, ob sich meine Stimmung aufhellen wird, wenn ich mir bewusst mache, wofür ich eigentlich dankbar sein kann.

Dankbarkeit wird in vielen Ratgebern als der Schlüssel zu einem erfüllten und zufriedenen Leben angepriesen. Dankbar sein macht glücklich, schenkt Freude und Wohlbefinden, und lässt uns bewusst schätzen, was wir haben. Materielles wie Nicht-Materielles. Unser Fokus richtet sich dabei also auf das Gute in unserem Leben und auf das was-da-ist.

„Dankbarkeit ist eine Eigenschaft, die eng zusammenhängt mit Achtsamkeit, Beobachtung, Sammlung. Die Dankbarkeit ist aber auch eine Tugend des Herzens, der Seele. Fast jeder Mensch hat die Anlage und Herzensneigung zur Dankbarkeit mitgebracht“  (Irma Lübcke: Dankbarkeit. Die buddhistische Tugend der Katannuta.)

Läuft in unserem Leben alles rund, weil wir frisch verliebt sind, uns einen Herzenswunsch erfüllt haben oder einfach eine gute Zeit erleben, dann ist es relativ einfach dankbar zu sein. Schwieriger wird es mit der Dankbarkeit dann, wenn alles schief läuft oder wenn wir schlimme Zeiten durchmachen. Wenn wir morgens nicht einmal mehr wissen, wie wir den Tag überstehen und für was wir überhaupt aufstehen sollen, dann kommt uns das Üben in Dankbarkeit wie ein schlechter Witz vor. Und trotzdem…vielleicht kann die Dankbarkeit gerade in solchen Zeiten helfen, das Schwierige etwas erträglicher zu machen und die Hoffnung nicht ganz zu verlieren.

Bevor ich mich also weiter in meiner schlechten Laune verliere und meine Stimmung den Tiefpunkt erreicht… heute bin ich dankbar für:

diesen Tag voller Sonnenschein

einen Tag ohne Termine, an dem ich tun und lassen kann, was ich will

meinen kleinen, aber feinen Balkon, der die Sonnenstrahlen genau am richtigen Ort herein scheinen lässt

meinen wunderbaren Sohn, der jetzt mit seinen Kumpels im Freibad Spass hat und gut gelaunt, braun gebrannt und verschwitzt nach Hause kommen wird 

eine sturmfreie Bude

kaltes Wasser

zwei gesunde Hände zum Schreiben

das Dankbar-Sein (ich fühl mich echt schon besser:)…)

die Melone, die ich jetzt gleich verspeisen werde

meine schlechte Laune, die mich heute dazu animiert hat, diesen Beitrag zu schreiben

Wie ist es bei Dir? Wofür bist Du heute dankbar? Wem könntest Du danke sagen? Worüber könntest Du Dich freuen? Lass es mich wissen, ich freue mich auf Deinen Kommentar!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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4 Gedanken zu “Gute Laune Strategien – Teil 2

  1. Ich bin spät, aber besse spät, als nie, nü? =)

    Dankbarkeit ist ja Gott sei Dank auch immer anwendbar und nicht an einen bestimmten Tag gebunden.
    Heute ist zwar Montag und ich habe so gar keine Lust zu arbeiten, aber trotzdem bin ich dankbar, dass ich tolle Kollegen habe, die ich sehen und mit denen ich Spaß machen darf und das es geregnet hat, damit ich ein bisschen Abkühlung auf meinen verbrannten Rücken bekomme. =)

    Gefällt 1 Person

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